Outdoor Grow · Pfalz / Rhein-Neckar · Saison 2026

Grow Console 2026

Vollständiger Fahrplan vom Keimen/Umzug bis zur Ernte für 3 Cannabis-Pflanzen + 10 Chili in 6 Sorten — mit Dünge-, Gieß- und Schnittplan auf Basis des BioBizz-Schemas (Stand 05/2025) und der All·Mix-Spezifika.

Cannabis· 3 Pflanzen · NL Auto ×2 + SQ Photo ×1
Chili· 10 Pflanzen · 6 Sorten · Aug–Okt Ernte
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Umzugsdatum & heutiges Datum setzen
Fortschritt · Northern Light (2×)0%
Fortschritt · Special Queen (1×)0%
Fortschritt · Chili (10×)0%
Cannabis: 3 Pflanzen · 2× Northern Light Automatic + 1× Special Queen Feminized · Einweichen 16.05.2026 16:00 (Tag 0) · 3× 22-L-Stoffsack. Die 2 Northern Light sind sortengleich → identische Pflege, eine Spalte deckt beide ab; haken in Phase 1 einzeln (Samen 1 / Samen 2).
Chili: 10 Pflanzen, ~4 Wo alt, 1-L-All·Mix · direkt in 20-L-Vlies-Säcke (Endgefäß) + Abhärten ab 19.05.2026 (Tag 0) · 2× Naso di Cane, 3× Jalapeño, 2× Tabasco, 1× Ghost, 1× Cayenne, 1× Orange Habanero — Details im Chili-Bereich (oben auf „Chili" umschalten).

Düngeplan — BioBizz organisch

Dosierung in ml pro Liter Gießwasser, abgestimmt auf das All·Mix-Substrat: stark vorgedüngt, daher später einsteigen und niedriger dosieren. Faustregel von BioBizz: lieber zu wenig als zu viel — eine Pflanze überlebt Unterversorgung, aber keine Überdosis. Erst füttern, wenn die Pflanze 10–15 cm groß ist bzw. 2–4 echte Blätter hat. pH des Gießwassers 6,2–6,5. Nur deine 4 Produkte: Fish·Mix (Vegetation) → Bio·Grow (löst die Blüte aus / Übergang) → Bio·Bloom + Top·Max (Blüte). Wichtig: Fish·Mix und Bio·Grow nie zusammen geben — beide sind sehr stickstoff- und kaliumreich.

Dünger-Rechner

Gießwassermenge & Phase wählen — die ml-Mengen pro Produkt werden direkt berechnet.

ml/L ist die Konzentration — gleich, egal ob 1 oder 3 Pflanzen. Genug Gießwasser für alle anmischen (gemeinsam, solange die Phasen gleich laufen). Goldene Regel: Fish·Mix und Bio·Grow nie zusammen; im Zweifel niedriger dosieren.
All·Mix-LogikDie ersten ~2–4 Wochen trägt das Substrat selbst — in dieser Zeit nur Wasser. Beim Sämling der Special Queen gilt das Gleiche für Light Mix. Zusatzdünger zu früh = Nährstoffbrand.

Gießplan — 22-L-Stoffsack outdoor

Vliestöpfe trocknen durch die luftdurchlässigen Wände deutlich schneller als Plastik. All·Mix zwischen den Gaben antrocknen lassen, damit der Boden atmet. Gießwasser-pH 6,2–6,5, möglichst morgens gießen. Bei All·Mix nicht zwingend bis zum Run-off — Ausnahme: die finale Spülphase.

Lift-TestTopf kurz anheben statt nach Plan zu gießen: fühlt er sich leicht an → gießen, noch schwer → warten. Das schlägt jeden starren Liter-Plan.

Schnitt- & Trainingsplan

Der entscheidende Unterschied: Die Autoflower verträgt keinen harten Schnitt — ihre kurze, altersgesteuerte Lebenszeit lässt Stress nicht aufholen. Die Photoperiode dagegen darf in der Vegi kräftig getraint werden.

Goldene RegelJedes Toppen/FIM nur in der Vegetationsphase. Ab dem frühen Blütebeginn kein struktureller Schnitt mehr — danach nur noch selektives Entlauben für die Luftzirkulation.

Ernte, Reife & Pflanzenschutz

Den Erntezeitpunkt bestimmen die Trichome unter der Lupe — nicht der Kalender. Ziel: überwiegend milchig-trübe Köpfchen mit etwas Bernstein.

Trichom-Check (Lupe / USB-Mikroskop)

Klar / glasigZu früh — noch keine Wirkstoffreife, weiter warten.
Milchig-trübPeak — höchster THC-Gehalt. Hauptsächlich hier ernten.
BernsteinAbbau zu CBN — körperlicher, sedierender. 10–20% mischen.

Spülen vor der Ernte

  • Northern Light: letzte 7–10 Tage nur klares Wasser (pH 6,2–6,5).
  • Special Queen: letzte 1–2 Wochen nur Wasser. Bei Stoffsack/All·Mix reichlich mit Run-off durchspülen.
  • Spülen entfernt Restnährstoffe und verbessert Geschmack & Asche/Verbrennung.

Botrytis (Blütenfäule) — kritisch für Special Queen im Oktober

  • Herbstfeuchte = Hauptrisiko bei dichten Buds in der Spätblüte.
  • Buds täglich kontrollieren — befallene Stellen sofort großzügig herausschneiden.
  • Luftzirkulation: lockerer Stand, selektiv entlauben, untere Triebe ausdünnen.
  • Stoffsack-Vorteil: bei Dauerregen die Pflanze unters Dach / an die Hauswand ziehen.
  • Im Zweifel ein paar Tage früher ernten statt eine verschimmelte Cola riskieren.

Schädlinge & Vorbeugung

  • Wöchentlich Blattunterseiten prüfen: Spinnmilben, Thripse, Blattläuse.
  • August–September: verstärkt auf Raupen im Bud achten (Bohrlöcher, Kotkrümel).
  • Acti·Vera / Neem präventiv als Blattspritzung — nur bis zur 2. Blütewoche, danach nicht mehr auf die Buds.

Trocknen & Curing

  • Trocknen: dunkel, 18–20 °C, 55–60 % rF, langsam über 7–14 Tage (Stängel knackt, biegt nicht).
  • Curing: in Gläsern 2–4+ Wochen reifen; erste Woche täglich kurz „burpen" (lüften).
  • Das Curing entscheidet über Aroma & Sanftheit mindestens so stark wie der Anbau selbst.

Chili — 10 Pflanzen, 6 Sorten

Eigene Saison-Logik: die Chilis sind bereits ~4 Wochen alt (Aussaat ~Mitte April), in 1-L-All·Mix-Töpfen unter der Spider Farmer SF600. Tag 0 = 19.05.2026 — direkt in 20-L-Vlies-Säcke (Endgefäß, kein weiteres Umtopfen) mit frischem All·Mix und schrittweises Abhärten an die Sonne. Anders als Cannabis tragen Chilis über Monate kontinuierlich Früchte — es gibt kein Endspülen, sondern laufende Ernte. Chilis zählen nicht zum CanG-Limit.

Sortenübersicht & Erntefenster

SorteArt (Species)Anz.Schärfe ~SHU Status jetztErntefensterHinweis
Naso di CaneC. annuum2 ~10–30k · mittel-scharf ~20 cm, kräftig grünAug–Okt Italienische Hörnchen-Sorte, wird hoch → stäben
JalapeñoC. annuum3 ~2,5–8k · mild-mittel ~20 cm, kräftig grüngrün ab Ende Juli · rot Aug–Sep Schnellste Sorte, früh erntereif, dankbar
TabascoC. frutescens2 ~30–50k · scharf kleiner, buschigSep–Okt Spät & sehr ertragreich, braucht lange warme Saison
Ghost Pepper
(Bhut Jolokia)
C. chinense1 ~0,8–1 Mio · extrem kleiner, buschigOkt (knapp) Längste Saison — reift outdoor in DE oft nicht voll aus, ggf. unter SF600 fertig reifen / überwintern
CayenneC. annuum1 ~30–50k · scharf ~20 cm, kräftig grünAug–Sep Zuverlässig, ideal zum Trocknen
Orange HabaneroC. chinense1 ~150–350k · sehr scharf ~20 cm, kräftig grünSep–Okt Wärmeliebend, späte Reife — bei kühlem Herbst ggf. drinnen ausreifen

Zeitstrahl Chili

Düngeplan Chili — BioBizz (4 Produkte, All·Mix)

Chilis sind Starkzehrer. Gleiche 4 Produkte wie bei Cannabis. Wichtiger Unterschied: kein Endspülen — bei laufender Ernte über Monate weiter moderat düngen, nur etwas N-reduziert in der Fruchtphase.

Dünger-Rechner Chili

Gießwassermenge & Phase wählen — ml-Mengen pro Produkt sofort berechnet.

ml/L = Konzentration, gleich ob 1 oder 10 Chilis. Für mehrere Pflanzen einfach das Gesamt-Gießwasser anpassen. Goldene Regel auch hier: Fish·Mix und Bio·Grow nie zusammen.

Gießplan Chili — 20-L-Vlies-Sack

Chilis verzeihen Schwankungen schlechter als Cannabis. Ziel: konstant leicht feucht, keine Staunässe. Wassergehalt am besten morgens prüfen, Mulch hilft enorm.

KritischChilis verzeihen Trockenstress deutlich schlechter als Cannabis: ungleichmäßige Feuchte in der Frucht­phase führt direkt zu Blütenendfäule und Blüten-/Fruchtfall. Konstante Feuchte (ohne Staunässe) ist Pflicht — Mulch im Stoffsack ist quasi obligatorisch.

Schnitt- & Trainingsplan Chili

Chilis brauchen kaum Schnitt. Wichtigste Eingriffe: Königsblüte auskneifen für mehr Verzweigung, bei C. annuum Spitze pinzieren für buschigen Wuchs. C. chinense & C. frutescens verzweigen von selbst.

Ernte & Pflege Chili

Chilis tragen über Monate — gestaffelte Ernte statt einmaliger Schnitt. Hauptrisiken: Blütenendfäule (BER) durch Wasserstress, später Reifestress bei kalten Herbstnächten. Pflege-Themen kompakt:

Direkt in den 20-L-Sack (kein Umtopfen)

  • Funktioniert gut — der Vlies-Sack ist hier klar im Vorteil: bessere Belüftung & Drainage als Plastik entschärft das „zu großer Topf"-Risiko deutlich.
  • Knackpunkt Wochen 1–3: kleiner Wurzelballen in 20 L Erde → wenn der ganze Sack durchnässt wird, bleibt er dauernass und die Wurzeln faulen / wachsen kaum.
  • Lösung: anfangs nur die zentrale Wurzelzone rund um den Ballen gießen, den Gießradius mit dem Wurzelwachstum nach außen ausweiten.
  • Pflanzloch leicht erhöht/mittig setzen; Mulch erst auflegen, wenn die Pflanze etabliert ist.
  • Vorteil: kein Umtopfschock mehr, ungestörtes Durchwurzeln bis zur Ernte.

Abhärten — Tag-für-Tag (ab 19.05.)

  • Tag 1–2: 1–2 h raus, Schatten oder helles indirektes Licht, keine Mittagssonne, dann wieder rein.
  • Tag 3–4: 2–4 h, etwas sanfte Morgensonne.
  • Tag 5–7: mehr Direktsonne, Aufenthalt verlängern.
  • Ab Tag 7–10: ganztägig draußen, wenn die Nächte mild sind.
  • Nachttemperatur: unter 10–12 °C reinholen oder mit Vlies schützen — Chilis sind kälteempfindlicher als Cannabis.
  • Wind ebenfalls langsam gewöhnen; nach LED-Indoor ist Sonnenbrand das größte Risiko.

Blütenendfäule (BER) — wichtigstes Chili-Risiko ohne Calmag

  • Ursache: Calciummangel oder ungleichmäßige Wasserversorgung (häufiger der zweite Punkt).
  • Ohne Calmag ist konstantes, gleichmäßiges Gießen deine Hauptwaffe — siehe Gießplan.
  • Hausmittel: fein zerstoßene Eierschalen ins Substrat einarbeiten (Calciumquelle) — passt zu deinem Wurmkisten-Kreislauf.
  • Optional bei Mg-Mangel (Aufhellung zwischen Blattadern): Bittersalz-Blattspritzung — liegt außerhalb deiner 4 Produkte, aber günstig & harmlos.

Klima-Realität in der Pfalz

  • C. annuum (Jalapeño, Cayenne, Naso di Cane): unkritisch, reifen zuverlässig outdoor aus.
  • C. frutescens (Tabasco) & C. chinense Habanero: spät, aber bei warmem Sep/Okt meist schaffbar.
  • Ghost Pepper (C. chinense): längste Saison — reift outdoor in DE oft nicht voll aus. Plan B: ab Sept unter die SF600 / ins Warme holen oder überwintern.
  • Grüne Chilis sind essbar — im Notfall grün ernten und nachreifen lassen ist immer eine Option.

Schädlinge beim Indoor→Outdoor-Wechsel

  • Vor dem Rausstellen Blattunterseiten auf Blattläuse, Spinnmilben & Weiße Fliege prüfen — Indoor-Pflanzen schleppen oft etwas ein.
  • Erstmaßnahme: kräftiger Wasserstrahl / absammeln; bei Bedarf Neem (nicht auf reife Früchte/in praller Sonne).
  • Draußen helfen Nützlinge meist von selbst — Hauptproblem ist die Übergangsphase.
Kein Sync